Kürzungsdiskussion an der MLU - Landesregierung muss radikale Kürzungen verhindern

PRESSEMITTEILUNG

Wir fordern die Landesregierung deswegen auf, entsprechende Mittel zur Ausfinanzierung der Martin-Luther-Universität und der anderen Hochschulen Sachsen-Anhalts in den aktuell vorbereiteten Entwurf des Landeshaushalts einzuplanen.

03.02.22 –

Ausfinanzierung der Hochschulen muss das Ziel sein

Das Grobkonzept zu den Kürzungen in der Hochschulstruktur der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das heute diskutiert wird, stößt bei der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf deutliche Kritik. "Die Unterfinanzierung der Martin-Luther-Universität führt jetzt dazu, dass diese sich gezwungen sieht, radikale Kürzungen vorzunehmen.  Der geplante Abbau nach bisherigen Informationen von 3000 Studienplätzen und 250 Personalstellen würde einen gravierenden Einschnitt für Halle als Universitätsstadt, aber auch für die gesamte sachsen-anhaltische Hochschullandschaft bedeuten. Das muss verhindert werden. Wir fordern die Landesregierung deswegen auf, entsprechende Mittel zur Ausfinanzierung der Martin-Luther-Universität und der anderen Hochschulen Sachsen-Anhalts in den aktuell vorbereiteten Entwurf des Landeshaushalts einzuplanen", fordert Olaf Meister, hochschulpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

Reformprozess ist auch Teil der Lösung

"Das heißt aber nicht, dass wir Reformprozesse an Hochschulen generell ablehnen. Weiterentwicklung und Neuerungen sind wichtig, auch an einer so traditionsreichen Hochschule wie der Martin-Luther-Universität. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Universität unter dem Druck der Finanzierungsnot Kürzungen vornehmen muss. Sie braucht stattdessen die finanziellen Mittel, um ohne Zwang einen Prozess zur Profilschärfung der Hochschule zu starten", erklärt Meister.

Dikussion um Profilschärfung der MLU muss alle einbeziehen

„Dabei ist es auch wichtig, die Personengruppen in die Diskussionen zu Reformprozessen mit einzubeziehen, die direkt von den Änderungen der Hochschulstruktur betroffen sind. Das sind neben dem Hochschulpersonal auch die Studierenden. Das Aktionsbündnis #MLUnterfinanziert diskutiert bereits über mögliche Profilschärfungen. Die Hochschulleitung sollte diesen offenen Diskussionsprozess der Studierenden begleiten und die Vorschläge in ihre Überlegungen zur Neuausrichtung der Universität mit aufnehmen“, so Meister.

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