BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Olaf Meister MdL

Signal für Aufbruch - Grünen-Liste mit Sziborra-Seidlitz und Olaf Meister an der Spitze beschlossen

PRESSEMITTEILUNG

23. November 2025 16:44 Uhr –

Auf dem Landesparteitag in Wittenberg haben die Grünen Sachsen-Anhalt ihre Landesliste für die Landtagswahl am 6. September 2026 beschlossen. Mit großer Mehrheit wurde Susan Sziborra-Seidlitz als Spitzenkandidatin gewählt. Die 48-jährige Sziborra-Seidlitz ist Landtagsabgeordnete und Co-Landesvorsitzende der Grünen in Sachsen-Anhalt. Mit ihrer Wahl auf Listenplatz 1 erhielt sie rund 83,5 % Zustimmung der Delegierten – ein deutliches Votum für den Wahlkampfauftakt. Sziborra-Seidlitz legte in ihrer Bewerbungsrede einen Fokus auf Alltagsprobleme im Land, die von der derzeitigen Landesregierung nicht tatkräftig genug angegangen werden: "Wer Populisten besiegen will, muss Probleme lösen. Fragen, die die Menschen wirklich bewegen: Wie komme ich von meinem Dorf noch zum Arzt – und wie lange gibt es die Praxis überhaupt noch? Bleibt die Schule vor Ort? Wird mein Kind gut betreut? Und kann ich mir Miete und Essen eigentlich noch leisten?"

Magdeburger Grüne auf der Landesliste

Der Kreisverband Magdeburg ist mit drei Mitgliedern auf der Landesliste zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vertreten.

Olaf Meister am Redepult Landesparteitag in der Lutherstadt Wittenberg

Auf Platz 2 tritt mit Olaf Meister der Magdeburger Landtagsabgeordnete an. Er gehört seit 2013 dem Landtag an. In seiner Bewerbung bekräftigt er noch mal: "Wir haben Antworten auf die drängenden Fragen. Sei es im Klimaschutz, in der Wirtschaft oder für den Sozialstaat. Ob Energie, Verkehr, Bildung, Landwirtschaft oder Naturschutz - wir sind die Kraft, die den Mut hat, aktuelle Probleme zu benennen, Lösungen vorzuschlagen und sie auch umzusetzen. Nicht alleine, sondern im Dialog mit den Menschen, im Ringen um die beste Lösung mit den anderen demokratischen Parteien."

 

 

Die vorherige Landesvorsitzende und Magdeburger Stadträtin Madeleine Linke wurde auf Platz 3 der Liste gewählt. Sie ist der Überzeugung: "Als Mutter, Ingenieurin und Wissenschaftlerin bin ich davon überzeugt: Wir können Sachsen-Anhalt zu einem Land machen, dass klimaneutrale Innovationen hervorbringt, sozial gerecht ist, Bildung in den Mittelpunkt stellt und wirtschaftlich stark ist. Dafür möchte ich gemeinsam mit euch kämpfen."

Madeleine Linke am Redepult Landesparteitag in der Lutherstadt Wittenberg

Die dritte Kandidatin aus Magdeburg ist die Schatzmeisterin unseres Kreisverbandes, Sandra Sinner. Für sie stehen Demokratie und das Wohl der Familie im Mittelpunkt ihrer Arbeit. "Die Landtagswahl 2026 entscheidet, ob wir in Sachsen-Anhalt weiterhin eine demokratische Regierung haben werden. Sie entscheidet aber auch darüber, wie gut Familien in diesem Bundesland leben können." 

Dennis Helmich überreicht Sandra Sinner Blumenstrauß Landesparteitag in der Lutherstadt Wittenberg

Landesliste zur Landtagswahl 2026 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

Die Landesliste verbindet erfahrene Landtagsabgeordnete mit engagierten neuen Gesichtern – ein Zeichen dafür, dass die Partei sowohl Kontinuität als auch Erneuerung will: 

  • 1: Susan Sziborra-Seidlitz (KV Harz; 84 %)
  • 2: Olaf Meister (KV Magdeburg; 98 %)
  • 3: Madeleine Linke (KV Magdeburg; 92 %)
  • 4: Mamad Mohamad (KV Halle (Saale); 81 %)
  • 5: Leonie Bronkalla (KV Dessau-Roßlau; 49 %)
  • 6: Wolfgang Aldag (KV Halle (Saale); 57 %)
  • 7: Beatrice Lindhorst (KV Wittenberg; 50 %)
  • 8: Dennis Helmich (KV Halle (Saale); 51 %)
  • 9: Miriam Zeller (KV Altmark; 71 %)
  • 10: Sandra Sinner (KV Magdeburg; 70 %)
  • 11: Friederike Larek (KV Jerichower Land; 95 %) 
  • 12: Jascha Rihm (KV Halle (Saale); 66 %)
  • 13: Darlin Höckendorff (KV Jerichower Land; 93 %) 
  • 14: Sascha Greiner (KV Anhalt-Bitterfeld; 71 %)
  • 15: Lena Zehne (KV Halle (Saale); 99 %)
  • 16: Martin Schäfer (KV Wittenberg; 53 %)
  • 17: Susanne Otto (KV Saalekreis; 89 %)
  • 18: Lennox Schrickel (KV Harz; 53 %)
  • 19: Sandra Lüder (KV Wittenberg; 82 %) 
  • 20: Marlyn Waga (Salzland; 63 %)

Mit der Aufstellung der Landesliste ist der formale Startschuss für die Wahlkampfphase gegeben. In den kommenden Monaten wird der Landesverband mit regionale Touren, thematische Kampagnen und intensive Mobilisierungsarbeit starten. Der Fokus liegt dabei auf konkreten Lösungen für die Alltagsthemen der Menschen: gute Pflege, moderne Bildung, klimafreundliche Mobilität, eine starke Demokratie und lebenswerte Regionen.

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Bewerbungsrede Olaf Meister für Listenplatz 2

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bewerbe mich heute bei euch um Listenplatz zwei. Weil 2026 für Sachsen-Anhalt ein Schicksalsjahr wird. Und weil ich überzeugt bin: Wir Grüne werden gebraucht, vielleicht mehr als je zuvor. Ich mache mir Sorgen um unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat. Wir erleben aktuell, durchaus weltweit, besonders ernst aber bei uns in Sachsen-Anhalt, ein Erstarken demokratiefeindlicher Einstellungen und Kräfte. Ich glaube vielen ist nicht klar, was es heißt, die Macht über Justiz, Polizei oder Bildung an Rechtsextreme zu geben.

Wie lange bliebe Justiz unter ihnen unabhängig und wie lange die Polizei zuverlässig?
Was für eine Bildung soll das noch sein?

Man muss ihnen nur zu hören, wenn sie Tribunale ankündigen, Diktatoren überschwänglich zur Wahl gratulieren oder, wie Ulrich Siegmund, Solidarität mit dem Massenmörder Assad fordern. (Warum? Aktuell Holocaust)

Ich will da gar nicht schwarzmalen. Es muss aber klar sein:

Wenn man solche Leute an die Macht lässt, zerstört man die Grundlagen unseres Landes,

➢ den gesellschaftlichen Frieden,
➢ Freiheit und Sicherheit der Einzelnen und
➢ damit auch die Grundlage wirtschaftlichen Wohlergehens.

Sie lassen sich nicht zähmen oder einbinden, weil ihr Ziel nicht die Mitarbeit im, sondern die Zerstörung des Systems ist.
Sie nennen sich selbst Anti-Systempartei. Das „System“, das sie meinen, ist unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Ob sie in Sachsen-Anhalt eine Chance haben, liegt an uns. Unser Einzug in den Landtag verhindert ihre Mehrheit. Die oder wir.
Die demokratische Regierungsbildung wird schwierig. Wir sind auch der Schlüssel für eine handlungsfähige Regierung, die sich nicht in einem bloßen AfD-Abwehrbündnis erschöpft.

Die CDU steckt dabei seit Jahren im Widerspruch zwischen Verantwortung und einem Flügel, der mit der AfD liebäugelt und notwendige Modernisierungen blockiert. Gesamtausgang dieser Versuchsanordnung: erschreckend offen! Im Landtag erleben wir immer wieder: Die CDU will Stillstand verwalten, nicht Zukunft gestalten.

Und die Linke?
Sie verharrt leider allzu oft in alten Denkmustern, die zwar wohlmeinend klingen, aber Lösungen von gestern für Probleme von heute anbieten. Beim Klimaschutz, bei Wirtschaftspolitik oder beim Umgang mit den neuen auch sozialen Herausforderungen fehlt ihr oft die Konsequenz oder die finanzielle Realität.

Dabei braucht es Mut zu Veränderungen. Eine Vielzahl von Krisen prasselt auf unsere Gesellschaft ein.
Gravierende wirtschaftliche Veränderungen, Klimawandel. Artensterben, vernachlässigte Infrastruktur, Energiewende, Krieg, demographischer Wandel, Digitalisierung, dringende Änderungen in Verkehr, Wärmeerzeugung oder Agrarwirtschaft. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.
All das fordert uns heraus. Die Krisen passieren. Und sie treffen uns, ob wir wollen oder nicht. Sie bedeuten Veränderungen, nicht als Selbstzweck, sondern als Notwendigkeit. Wer möchte, dass unser Land lebenswert bleibt, muss bereit sein, Dinge zu verändern.
Wir Grüne reden Probleme nicht klein und wünschen sie uns auch nicht weg, wie andere Parteien. Wir benennen sie und wir schlagen Lösungen vor. Oft (nicht immer) liegen wir damit richtig. 
Es muss uns aber klar sein: Veränderungen sind zumeist nicht beliebt. Strukturwandel lösen nachvollziehbarer Weise Ängste und Befürchtungen aus – das ist menschlich.
Da gibt es diesen Punkt, an dem wir Bündnisgrüne besser werden müssen.

Man sagt immer gerne, Politik müsse nah bei den Menschen sein. Ja, das ist so, häufig bleibt es aber eine hohle Floskel.
Wir dürfen nicht nur von der Problemlösung her denken.

Wir machen das ja für die Menschen, für uns alle. Darum müssen wir viel konsequenter fragen:

  • Was bedeutet das sozial für die Menschen?
  • Welche Ängste entstehen?
  • Welche Unterstützung braucht es?

Alle Menschen in Sachsen-Anhalt müssen sich ganz selbstverständlich darauf verlassen können, dass wir bei all dem nötigen Wandel und eintretenden Veränderungen ihre soziale Folgen mitdenken und helfen, wo es nötig ist. Ob beim Gebäudeenergiegesetz (Dahlenwarsleben oder in Brücken-Hackpfüffel), bei Infrastrukturprojekten oder beim Strukturwandel.

Und das tun wir nicht, um populär zu sein – sondern weil wir Politik für alle Menschen machen wollen. Auch für die, die uns (noch) nicht wählen. Denn es geht um eine Gesellschaft, die die anstehenden Probleme gemeinsam löst, die niemanden zurück lässt.

Die Chancen und Lasten gerecht verteilt.

Unsere Partei hat da ein Alleinstellungsmerkmal.

Wir treten ein für die größtmögliche Freiheit des Einzelnen (vor dem Staat, freie Entfaltung, ohne politische Vorgabe) und verbinden die so entstehende freie und sehr bunte Gesellschaft aber mit der Verantwortung aller füreinander, für die Gesellschaft und ihre Lebensgrundlagen.
Am 6. September geht es um viel.

Wir müssen Demokratie und Rechtsstaat verteidigen, eine handlungsfähige Regierung bilden und uns an die Lösung der vielen Probleme machen.

Um dazu mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, am Stand, an der Wohnungstür oder am Bahnhof braucht es mutige Mitstreiterinnen und Mitstreiter, so wie euch. Es ist keine Aufgabe nur für die Kandidatinnen, sondern eine Aufgabe für uns alle als Team. 

Wir können das. Wenn Ihr wollt, bin ich gerne mit dabei.

Vielen Dank!

 

Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026

Sachsen-Anhalt kann mehr. Wir wollen ein Land, in dem alle gut leben können: mit guter Bildung, einer verlässlichen Gesundheitsversorgung, bezahlbarer Energie und einer intakten Natur. Mit erneuerbaren Energien schaffen wir günstigen Strom, sichern gute Arbeitsplätze und stärken die regionale Wirtschaft. Die Landtagswahl 2026 ist eine Richtungsentscheidung für unser Bundesland. Wir stehen für ein weltoffenes und demokratisches Sachsen-Anhalt, in dem Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat und Zusammenhalt wichtiger ist als Spaltung. Gemeinsam mit vielen Mitgliedern und Interessierten haben wir unseren Plan für die Zukunft Sachsen-Anhalts entwickelt. Hier kannst du unser Wahlprogramm lesen und herunterladen.

Download: Landtagswahlprogram 2026

Unser Kurzwahlprogramm zur Landtagswahl 2026

Das Kurzwahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl konzentriert sich auf die Kernbereiche erneuerbare Energien, gute Bildung sowie eine verlässliche Gesundheitsversorgung. Das vollständige Programm findet ihr hier.

Wichtige Ziele im Programm

  • Sauberer Strom: Mehr erneuerbare Energien für günstigen Strom, sichere Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft.
  • Gutes Leben: Gute Bildung für alle und eine verlässliche Versorgung bei der Gesundheit.
  • Natur und Klima: Schutz der intakten Natur und konsequenter Einsatz gegen die Erderhitzung.
  • Zusammenhalt: Ein offenes, faires und sicheres Land ohne Ausgrenzung und Hass.

Download: Kurzwahlprogramm 2026

Unser Programm in Leichter Sprache zur Landtagswahl 2026

Politische Programme haben nicht den Ruf für die Wählerinnen und Wähler verständlich zu sein. Deshalb gibt es unser Programm in Leichter Sprache, damit alle Menschen wichtige Informationen gut verstehen können. Sie helfen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten, Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen, und Menschen mit Leseschwächen. So können alle Bürger selbst-bestimmt leben und bei Wahlen oder Gesetzen mitreden. Wir hoffen, damit helfen wir ihnen unsere Inhalte besser zu verstehen.